Deutsch-ukrainische Kulturprojekte

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Chris  Herdel

Moderne und zeitgenoessische Kunst in Deutschland  uns  Europa:

Erlaeuterung der Innovationen des 20. Jahrhunderts und die  Situation heute

 

 

 

 

Helga Paris. Fotoausstellung.plakat_photo_Helga_Paris

28. November – 18. Dezember

Galerie HudPromo (Zhukovskago Str. 6)

16:30

Treffen mit Frau Paris

 

18:00

Eröffnung der Ausstellung

 

Eine Ausstellung des Instituts für Auslandsbeziehung (IFA, Stuttgart)

Mit freundlicher Unterstützung des Goethe Instituts in der Ukraine

Das Werk von Helga Paris (*1938) nimmt in der deutschen Fotografie eine herausragende Rolle ein. Über die Jahrzehnte hinweg entfaltet es im Wechselspiel zwischen Einzelbild und Serie einen Bilderbogen deutscher Geschichte, der mehr als 30 Jahre umfasst. Mit ebenso strengem wie zärtlichem Blick berichtet Helga Paris vom Leben in jenem Staat, der 1949 in Folge des 2. Weltkriegs als Arbeiter- und Bauernstaat gegründet wurde und östlich der Frontlinie des Kalten Kriegs bis 1989 existierte.

Helga Paris interessieren die alltäglichen, mitunter ganz banalen Momente des Bei-sich- und Miteinander-Seins: Haltungen, Blicke, Gesten, Bewegungen, Oberflächenstrukturen und Räume, die von den Umständen, den Geschichten und Erfahrungen der Menschen und Dinge ebenso berichten wie von der Art und Weise, mit diesen Umständen umzugehen.

Dank ihrer besonderen Fähigkeit, vernachlässigte Straßenzüge und verfallende Häuser mit der gleichen mitfühlenden und zärtlichen Strenge zu fotografieren wie Kneipenbesucher und spielende Kinder, gibt Paris den Menschen und Dingen eine besondere Würde.

Mit dieser Ausstellung und der sie begleitenden Publikation knüpft das ifa an die 2004 im Sprengel Museum Hannover gezeigte Präsentation und an die aus diesem Anlass erschienene Monografie an.

( Text von Inka Schube)

MISCHA KUBALL (Düsseldorf)

Vortrag

public space – urbanity as an artistic lab

 

Donnerstag, 7. November_ 18:00

Galerie HudPromo (Zhukovvskogo Str, 6)

 

*1959 in Düsseldorf/DE

lebt und arbeitet in Düsseldorf/DE

Mischa Kuball arbeitet seit 1984 im öffentlichen und institutionellen Raum. Mit Hilfe des Mediums Licht – in Installationen und Fotografie – erforscht er architektonische Räume und deren soziale und politische Diskurse. Er reflektiert die unterschiedlichen Fassetten, von kulturellen Sozialstrukturen bis hin zu architektonischen Eingriffen, die den Wahrzeichencharakter und den architekturgeschichtlichen Kontext betonen oder neu kodieren. In politisch motivierten und partizipatorischen Projekten verschränken sich öffentlicher und privater Raum. Sie ermöglichen eine Kommunikation zwischen Teilnehmern, dem Künstler, dem Werk und dem urbanen Raum.

Seit 2007 ist Mischa Kuball Professur an der Kunsthochschule für Medien, Köln, dort gründete er das -1/MinusEins Experimentallabor.

17. – 21- Oktober

Kinohaus RodinabearBerlin-2013-web

NEUES DEUTSCHES KINO. Filmfestival

Programm

 

Die Vermessung der Welt  (3D)

Deutschland/Österreich 2011/2012, Spielfilm, 119 min.

Regie: Detlev Buck; Drehbuch: Detlev Buck, Daniel Kehlmann, Daniel Nocke; Kamera: Sławomir Idziak; Schnitt: Dirk Grau; Musik: Enis Rotthoff

Darsteller: Albrecht Abraham Schuch, Florian David Fitz, Aaron Denkel, Lennart Hänsel, Jérémy Kapone, Vicky Krieps, Baldanpurev Sambuu, Ariunsaikhan Davaakhuu, Karl Markovics, Mercedes Jadea Diaz

Verfilmung des Romans von Daniel Kehlmann: Anfang des 19. Jahrhunderts machen sich Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß daran, die Welt zu ergründen. Doch obwohl sie dasselbe Ziel verfolgen, könnten ihre Methoden kaum gegensätzlicher sein: Während der Naturforscher Humboldt ferne Länder und Kontinente bereist, um die Welt zu vermessen, bleibt der Mathematiker Gauß zu Hause, um sie zu berechnen. Aber auch sonst liegen Welten zwischen den beiden Männern: Humboldt, Spross einer Adelsfamilie, wurde von einem Privatlehrer unterrichtet und genoss eine Vielzahl sozialer Privilegien. Gauß hingegen wurde in prekären Verhältnissen groß – allein sein mathematisches Genie, das man früh erkannte, verhalf ihn zu einem sozialen Aufstieg. Als Erwachsene werden dann beide Männer auf ihre ganz eigene Art die Welt entdecken. Erst 1828, beide inzwischen Koryphäen auf ihrem Gebiet, begegnen sie sich bei einem Naturforscherkongress in Berlin.

Auszeichnungen:

- FBW 2012:

Prädikat: besonders wertvoll.

Lore

 

Deutschland/Australien/Großbritannien, 2012, Spielfilm

Regie: Cate Shortland; Drehbuch: Robin Mukherjee, Cate Shortland; Kamera: Adam Arkapaw; Schnitt: Veronika Jenet; Musik: Max Richter

Darsteller: Saskia Rosendahl, Kai Malina, Nele Trebs, Ursina Lardi, Hans-Jochen Wagner, Mika Seidel, Andre Frid, Eva-Maria Hagen, Sven Pippig, Philip Wiegratz

Verfilmung von Rachel Seifferts Novelle „Die dunkle Kammer“. Frühjahr 1945: Der Krieg ist für Deutschland verloren, die Befreiung durch die Alliierten in vollem Gange. Als ihre Eltern, hochrangige Nazis, von den Amerikanern verhaftet werden, begibt sich die 15-jährige Lore mit ihren jüngeren Geschwistern aus Süddeutschland auf die Flucht Richtung Norden. Dort will sie bei ihrer Großmutter Schutz suchen.

Der Weg durch die verschiedenen Zonen der Alliierten wird zu einer von Hunger, Kälte und ständiger Gefahr geprägten Strapaze. Zugleich sieht Lore sich erstmals mit der Wahrheit über die bestialischen Grausamkeiten der Nazis konfrontiert. Dadurch, aber auch durch das Zusammentreffen mit dem jüdischen Flüchtling Thomas, wird das festgefügte Weltbild der überzeugten Nationalsozialistin ins Wanken gebracht.

Auszeichnungen:

- Giffoni Film Festival 2013:

2. Platz der Jugendjury, Arca Cinemagiovani Award;

2. Platz, GENERATOR +16, Campania Regional Council Award.

- Deutscher Filmpreis 2013:

Lola, Bester Spielfilm in Bronze.

- Bayerischer Filmpreis 2013:

Bester Komponist.

- Hessischer Filmpreis 2012:

Bester Film.

- Filmfest Hamburg 2012:

Preis der Hamburger Filmkritik.

- FBW 2012:

Prädikat: besonders wertvoll.

- IFF Locarno 2012:

Publikumspreis.

Oh Boy

Deutschland, 2012, 85 min.

Regie: Jan Ole Gerster; Drehbuch: Jan Ole Gerster; Kamera: Philipp Kirsamer; Schnitt: Anja Siemens; Musik: Cherilyn McNeil, The Major Minors (DE)

Darsteller: Tom Schilling, Marc Hosemann, Friederike Kempter, Justus von Dohnányi, Michael Gwisdek, Katharina Schüttler, Annika Ernst, Arnd Klawitter, Martin Brambach, Andreas Schröders

Niko ist Ende Zwanzig, wohnt in Berlin, hat sein Jura-Studium schon vor zwei Jahren geschmissen und lässt sich seither mehr oder weniger ziellos durchs Leben treiben. Sein wohlhabender Vater, der von dem Studienabbruch nichts weiß, überweist ihm noch immer eine monatliche Unterstützung – bis jetzt. Denn eines Tages muss Niko feststellen, dass sein Konto leer ist: Der Geldautomat schluckt seine EC-Karte. Das aber ist erst der Anfang eines Tages, der für Niko alles andere als gut läuft. Er hat eine Reihe teils skurriler und aberwitziger, teils ernüchternder Begegnungen mit Nachbarn, Freunden, einer alten Klassenkameradin und natürlich mit seinem Vater. Dabei wird für Niko immer deutlicher, dass er seinem Leben dringend eine neue Perspektive geben muss.

Auszeichnungen:

- Deutscher Filmpreis 2013:

Lola, Bester Spielfilm in Gold;

Lola, Bestes Drehbuch;

Lola, Beste Regie;

Lola, Beste Filmmusik;

Lola, Beste darstellerische Leistung – männliche Nebenrolle;

Lola, Beste darstellerische Leistung – männliche Hauptrolle.

- Bayerischer Filmpreis 2013:

Bestes Drehbuch;

Bester Darsteller.

Hannah Arendt

 

Regie: Margarethe von Trotta; Drehbuch: Pamela Katz, Margarethe von Trotta; Kamera: Caroline Champetier; Schnitt: Bettina Böhler; Musik: André Mergenthaler

Darsteller: Barbara Sukowa, Axel Milberg, Janet McTeer, Julia Jentsch, Ulrich Noethen, Michael Degen, Harvey Friedman, Victoria Trauttmansdorff, Megan Gay, Joel Kirby, Klaus Dieter Pohl, Nicholas Woodeson, Sascha Ley, Friederike Becht

Hannah Arendt ist Beobachterin im Prozess gegen Adolf Eichmann. Sie erwartet die Konfrontation mit einem Monster. Stattdessen erlebt sie einen banalen Bürokraten. Reflektiertes Portrait einer mutigen und entschlossenen Frau. Biografischer Spielfilm über die Philosophin Hannah Arendt (1906-1975), vor allem ihre Beobachtung und Bewertung des Prozesses gegen Adolf Eichmann in Jerusalem.

Im Jahr 1933 verlässt die Jüdin ihre deutsche Heimat, geht zunächst nach Frankreich und 1941 nach Amerika. Dort arbeitet sie als Journalistin und avanciert zu einer anerkannten politischen Philosophin und Intellektuellen. 1961 wird sie von dem Magazin “The New Yorker” beauftragt, den Aufsehen erregenden Prozess gegen den NS-Verbrecher Adolf Eichmann in Jerusalem zu verfolgen.

Arendt versucht, Charakter und Motivation des berüchtigten Nazis zu verstehen. Ihre Beobachtungen und Gedanken verarbeitet sie in mehreren Artikeln, die kurz darauf auch als Grundlage für ihr wohl berühmtestes und zugleich umstrittenstes Buch dienen: “Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen” stößt teils auf harsche Kritik und Unverständnis, da sie Eichmann nicht als “Monstrum” beschreibt, sondern vielmehr als einen “banalen” Bürokraten, der seine grausamen Befehle so sorgfältig wie möglich ausführen wollte. Trotz aller gesellschaftlichen Ausgrenzungen und beruflichen Anfeindungen weicht Arendt nicht von ihrer Sichtweise ab.

Auszeichnungen:

- Deutscher Filmpreis 2013:

Lola, Beste darstellerische Leistung – weibliche Hauptrolle;

Lola, Bester Spielfilm in Silber.

- Bayerischer Filmpreis 2013:

Beste Darstellerin.

- FBW 2012:

Prädikat: besonders wertvoll.

Die Brücke am Ibar

 

Deutschland, 2012, 91 min.

Regie und Drehbuch: Michaela Kezele; Kamera: Felix Novo De Oliveira; Szenenbild: Goran Joksimovic Joksa; Kostüme: Ljiljana Petrovic; Musik: Gerd Baumann / Gregor Hübner; Ton: Nenad Vukadinovic; Schnitt: Andre Bendocchi-Alves; Producer: Sophie von Uslar

Darsteller: Zrinka Cvitešić, Mišel Matičević

Der Film spielt im Jahre 1999 in Kosovo zur Zeit des Krieges. Nato-Kampfjets bombardieren das Land, um die Kämpfe zwischen Serben und Albanern zu beenden. Die junge serbische Witwe Danica lebt mit ihren beiden Söhnen Vlado und Danilo in einer serbisch-albanischen Siedlung, die durch eine Brücke über den Fluss Ibar miteinander verbunden ist. Als sich der schwerverletzte Soldat Ramiz in ihr Haus rettet, muss sie eine Entscheidung fällen: Soll sie den verwundeten Kämpfer der albanischen „Befreiungsarmee des Kosovo“ (UCK) dem serbischen Militär ausliefern oder versteckt sie ihn in ihrem Haus und pflegt ihn gesund? Obwohl ihr die tödliche Gefahr für sich und ihre Söhne bewusst ist, entscheidet Danica, sich um den verwundeten Soldaten zu kümmern. Ramiz und Danica verlieben sich, doch ihr zerbrechliches Glück wird von der eifersüchtigen Nachbarin Jelena verraten und auseinandergerissen. Danica muss erfahren, dass sie dem Krieg an keinem Ort entfliehen kann.

Auszeichnungen:

- Bayerischer Filmpreis 2013:

Beste Nachwuchsregie.

- FBW 2012:

Prädikat: besonders wertvoll

- Biberacher Filmfestspiele 2012:

Publikumsbiber;

Debütbiber.

- Filmfest München 2012:

Lobende Erwähnung.