August 2017

HIV/ AIDS  in der  Ukraine

Die Ukraine und Russland zählen zu den Ländern in Osteuropa, die die höchste HIV Prävalenz aufweisen. Gemäß Statistik des ukrainischen Gesundheitsministeriums vom Juli 2017[1] betrug die Zahl der registrierten HIV-positiven Menschen zum 01.07.2017 in der Ukraine 304914 (2009: 161.000). Es muss jedoch von einer weitaus höheren Anzahl ausgegangen werden. Laut dem „National Report on Monitoring progress …ofcommitment on HIV/AIDS“ lag die Zahl 2010 bereits bei ca. 360.000[2].

Die Zahl der in der Region Odessa HIV-positiv registrierten belief sich zum 01.07.2010 auf 501,4 pro 100 000, zum 01.01.2017 auf  830,2.[3]

 

Maßnahmen des Bayerischen Hauses Odessa (BHO) im Kampf gegen HIV/Aids

Auf Initiative des BHO, in Abstimmung mit der Stadtverwaltung Odessa, wurde im Sommer 2004 mit der Deutschen Evangelischen Kirche der Ukraine, Vertretern der Stadt- und Gebietsverwaltung Odessa, dem Aids-Zentrums des Oblast (Region) und dem städtischen Aidszentrum der Stadt Odessa sowie Vertretern von acht Nicht-Regierungsorganisationen (NROs) in drei Workshops die Grundlagen für das „Anti-Aids-Konzept“ erarbeite.Daraus entwickelten sich folgende  Projekte:

 

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Anti-Aids-Tag 2007: Leiterin Sozialarbeit, Frau Oxana Bidonko undProjekt-Initiator, Karl Walter, bei Ansprache in der Derebassowskaja

 

1.         Durchführung eines Train – the – Trainer- Programms

Im 1. Quartal 2005 wurde, initiiert vom Bayerischen Haus Odessa (BHO), mit Geldern der „Evangelisch – Lutherischen Landeskirche Bayern“, zusammen mit Experten von „Connect plus“ (deutsche NGO, mit 15jähriger Erfahrung im Kampf gegen AIDS) ein Train-the-Trainer-Programm im BHO durchgeführt. Neben der Ausbildung von 45 Trainern wurde ein zielgruppengerechtes Ausbildungsprogramm für die Durchführung von AIDS-Präventions-Unterricht an den Schulen der Stadt Odessa erarbeitet.

 

2.         Durchführung eines „Train – the – Teacher – Programms“ für alle Schulen der Stadt Odessa

Vom  19.09.2005 bis 03.11.2006 hat das BHO mit finanzieller Unterstützung durch den amerikanischen Fonds „Geneva Global“ und in Abstimmung mit der Stadtverwaltung Odessa mit den im BHO ausgebildeten Trainern für jede Schule der Stadt 8 bis 10, insgesamt 1203Lehrer ausgebildet, die damit für die Durchführung von AIDS-Präventionsunterricht qualifiziert wurden. An dieser Lehrerausbildung haben  auch10 Professoren der Sozialpädagogischen Hochschule teilgenommen.Die Ausbildung wurde in einem einwöchigen Ganztagesseminar (36 Stunden) im BHO durchgeführt. Neben Schaffung der quantitativen  und qualitativen Voraussetzungen für die Durchführung von HIV/AIDS-Präventionsunterrichten an den Schulen der Stadt  Odessa konnte mit dieser  Maßnahme eine langsame Einstellungsänderung beim Lehrkörper und der Schulverwaltung gegenüber HIV/AIDS erzielt werden.

 

3.         Unterstützung der Unterrichtung an den Schulen der Stadt Odessa

Mit finanzieller Unterstützung durch den Lutherischen Weltbund wurden vom  01.11.2005 bis 30.09.2007 an Schulen und Jugendeinrichtungen in der Stadt Odessa mit den im BHO trainierten Lehrern 22 000 und damit alle 13-17-jährigen Schüler der Stadt Odessa  in einer 4 x 2 Stunden-Ausbildung über Gefahren von AIDS, Übertragungswege und Präventionsmaßnahmen unterrichtet.

Das Wissen bei den Jugendlichen über Gefahren, Infektionswege und Präventionsmöglichkeiten konnte damit von durchschnittlich 30 %  auf  98 % verbessert werden.  100 % der Jugendlichen plädierten nach der Unterrichtung für eine Erweiterung der Gesundheitserziehung mit diesem Thema.

Seit Herbst 2007  istHIV/AIDS-Präventionsunterricht Bestandteil der Gesundheitsausbildung an allen Schulen in der Region Odessa  und  seit  2011 in der Ukraine.

 

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4.         Durchführung eines „Train -the-Teacher-Programms“ für alle Schulen in der Region (Oblast) Odessa

 

Von September 2006 bis Dezember 2008 wurden mit finanzieller Unterstützung der EvangelischenLandeskirche Bayern und des Lutherischen Weltbundes    weitere 2 811  Lehrer für AIDS-Präventionsunterrichte durch das BHO ausgebildet.

Mit der von der Schulverwaltung der Region Odessa erhobenen formalen Verpflichtung der Schulen zur HIV/AIDS-Unterrichtung im Rahmen der Gesundheitserziehung und der durch das BHO geschaffenen Unterrichtungskapazität, wirdnunmehr an allen Schulen (900)  der Region Odessa kompetent HIV/AIDS-Prävention unterrichtet.

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Train-the-teacher Seminar in Yushnij

Im Rahmen einer Pressekonferenz am 11.02.09 mit Anwesenheit von Vertretern der Print-und TV-Medien wurde vom Leiter der Schulverwaltung der Region Odessa u.a.  der Dank gegenüber dem Lutherischen Weltbund, dem Bayerischen Haus Odessa und dem Projekt-Initiator, Karl Walter,  ausgesprochen.Zusätzlich wurde von der Leiterin des Lehrer-Weiterbildungsinstituts herausgestellt, dass mit dem Präventions-Programm

  • ein Sinneswandel bei Lehrkräften, Schulleitung und Schülern vollzogen worden sei und

HIV/AIDS als „Problem für Jedermann“ erkannt wäre,

  • HIV/AIDS-Präventions-Unterricht  an allen Schulen der Region Odessa  mit hohem Niveau

nunmehr laufendunterrichtet würde unddamit alle 13 bis 17 – jährigen Schüler in der Region

HIV/AIDS-Präventionsunterricht erhalten können

  • dass das Lehrer-Weiterbildungsinstitut HIV/AIDS-Prävention in das Weiterbildungsprogramm für Lehrer aufgenommen habe.

5.  Optimierung der medizinischen Versorgung von HIV/AIDS-Infizierten in der Region Odessa:

5.1  Im Juni 2008 wurden, finanziert von der Evangelischen Landeskirche Bayern, in einem einwöchigen „workshop“ mit Experten des Missionsärztlichen Instituts Würzburg und Vertretern der medizinischen Universität Odessa, der HIV/AIDS-Kliniken, der Oblast- und Stadtverwaltung sowie dem Bayerischen Haus Odessa eine Situations- und Bedarfsanalyse für die „Optimierung der medizinischen Versorgung von HIV/AIDS-Infizierten“ durchgeführt. Die Arbeitsergebnisse führten zu einem

-          Train-the-Trainer-Programm für Ärzte und Krankenschwestern

-          Einem Trainingsprogramm für Ärzte und medizinischem Personal

-          Einrichtung und Betrieb einer Beratungs- und Koordinierungsstelle mit mobilem

Medizinischen Dienst bei der HIV/AIDS-Klinik und einem psychosozialen Dienst

bei der Diakoniestation der Evangelischen Kirche Odessa.

5.2  Vom 13.10.2008 bis 18.10.2008 wurden  20 Ärzte und 20 Krankenschwestern von Kliniken der Stadt Oddessa  als Multiplikatoren für die Ausbildung und Weiterbildung von Ärzten und Krankenschwestern trainiert.Das Training erfolgte durch Experten des Missionsärztlichen Instituts Würzburg und wurde  finanziert von der Evangelischen Landeskirche Bayern.

5.3  Seit Mai 2009 wurden von diesen Trainern mit Finanzierung durch den Lutherischen Weltbund (66 Seminare, je 30 Stunden) und “Johanniter International” (42 Seminare)  1100  Ärzte und 1100 Krankenschwestern und Pflegepersonal  der Region Odessa  sowie  25 medizinische Hochschullehrer  für die HIV/AIDS-Thematik  sensibilisiert und trainiert.

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Teilnehmer am  Seminar für Ärzte im BHO entwickeln eine Liste für opportunistische Krankheiten

 

5.4  Am 12.11.08 hat das BHO mit Unterstützung der  Organisation lutherischer Kirchen  „Hilfe für Osteuropa“ den Betrieb einer “Beratungs- und Koordinierungsstelle” in der HIV/Aids-Bezirksklinik mit einem mobilen medizinischen  und einem vernetzten  psychosozialen Dienst eröffnet. Damit wird  über eine Hotline (048) 7004050 eine Koordinierungsstelle erreicht,  die mit von Experten aus Bochum ausgebildetem Personal besetzt ist.  Anrufer werden direkt beraten, oder dem Bedarf entsprechend,  an den  neu gegründeten  mobilen medizinischen Dienst  oder  einen psychosozialen Pflege- und Beratungsdienst weitergeleitet.  Mit diesem medizinischen und psychosozialen Netzwerk wird  die medizinische und psychologische Versorgung von Aids-Infizierten in der Region Odessa deutlich verbessert.

Bisher wurden 25 000 Anrufer  beraten, und 5 700   für  psychosoziale  Beratung und Betreuung  und   3 900  für  medizinische  Hilfe weiter geleitet.

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Betriebsaufnahme der Koordinierungsstelle und der  mobilen medizinischen und Psychosozialen Dienste

5.5  Eine neue Phase zur erfolgreichen Bekämpfung von HIV/AIDS in der Region Odessa konnte vom Bayerischen Haus Odessa (BHO) am 15.09.2011 eingeleitet werden. Mit einem ONLINE – Diagnose- und Therapienetzwerk“, das vom Rotarier-Club Freising und Rotarier Internationalund Rotarier Odessa finanziert wurde, kommt die medizinische Expertise der HIV/AIDS-Bezirksklinik zu den Patienten in die Provinz.Mit 36 Laptops, den dazu gehörigen

Web-Kameras und Skype-Software „wird die Entfernungjetzt  elektronisch überwunden“. Monatlich

erfolgen damit  ca. 150 Patientenvorstellungen aus der Provinz. Die Verschreibungen antiretroviraler

Therapie (ART) konnten von 1003 in 2007 auf 3987 in 2012 vervierfacht werden. In 2015 betrug

die Zahl der ART 7 918.[1]

„Es ist ein weiteres Projekt des BHO, das für die Ukraine Pilotcharakter hat“, sagte die

stellvertretende  Leiterin der Gesundheitsverwaltung der Region Odessa, Frau Dr. Petrowka,

anlässlich einer Pressekonferenz am 15.09.2011.

 

5.6  Ab 01.05.2012  wurde  mit  Finanzierung durch „Brot für die Welt“ ein Zwei-Jahres-Projekt zur Erweiterung des medizinischen und psycho-sozialen HIV-Netzwerkes auf die gesamte

Region Odessa/Ukraine realisiert,  indem 848 Sozialarbeiter/Innen der 33 sozialen Territorialzentren in den Themenbereichen  „ HIV/AIDS, Drogen, Alkohol  und Gewalt gegen Frauen sowie  Schutz vor Frauenhandel“weiter gebildet worden sind.

Mit der Sensibilisierung der Sozialarbeiter/Innen in der gesamten Region auch für das Thema  „Prävention von Frauenhandel“, ist in Zusammenarbeit mit dem „Verein für Internationale

Jugendarbeit“ (Vij) eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Beratungszentrum der Vij in Odessa und den Sozialzentren sowie der  HIV/AIDS -.Koordinierungs- und Beratungsstelle

eingeleitet worden.  Außerdem wird  die psychosoziale Beratung  der  „Diakoniestation St.Paul“ aus diesem   Projekt finanziert.

Seit 01.01.2015 wurde  mit Unterstützung durch Brot für die Welt das „Netzwerk der Hilfe“in der Region Odessa weiter konsolidiert und ausgebaut. Dazu wurden weitere 708   Sozialarbeiter/Innen an den Sozialzentren für Familie, Jugend und Kinder in der Region weitergebildet, in den Themenbereichen „HIV/AIDS, Drogen, Alkohol und Gewalt sowie Prävention von Frauenhandel“ und die weitere Arbeit der Diakoniestation sowie der Beratungs- und Koordinierungsstelle ermöglicht.

 

5.7  Mit Finanzierung durch „Johanniter International“ wird seit 15.09.2013 in der RegionCHERSON, analog zur Region Odessa, ein  „Anti-HIV/AIDS-Cluster Cherson“aufgebaut,

mit einer „HIV/AIDS-Beratungshotline“, der „Online-Vernetzung“  aller  27   medizinischen

Einrichtungen und der „Weiterbildung von 408 Ärzten und 678  Krankenschwestern“sowie Weiterbildung von 400 Sozialarbeiter/Innen der Sozialzentren für Jugend, Kinder und Famile und „Vernetzung der psychosozialenEinrichtungen mit den medizinischen und der Beratungs- und Koordinierungsstelle“.Seit  01.09. 2015 wird ein mobiler medizinischer Dienst für die Stadt Cherson betrieben.

 

[1] Nationaler HIV/AIDS-Bericht des Gesundheitsministeriums 2014

 

 

6.      Zusammenfassung

6.1       Basierend auf den vom BHO flächendeckend durchgeführten Präventionsprojekten findet seit September 2007HIV/AIDS Aufklärung für  13 bis 17-jährige an allen Schulen der Region Odessaals Pflichtunterricht im Rahmen der Gesundheitsausbildung statt. Jährlich werden an allen Schulen der Region ca. 900 000 Schüler über Gefahren von HIV/AIDS und den Möglichkeiten sich davor zu schützen informiert.

6.2       Mit den  Projekten zur  medizinischen und psychosozialen Vernetzung  wurde  in der Region Odessa seit 2008 systematisch  einRegion weites „Netzwerk der Hilfe für HIV/AIDS-Infizierte“ geschaffen.Dr. Serewetzki, Leiter des Gebietsaidszentrums Odessa,  nannte die systematische Projektarbeit des BHO und seiner Unterstützer die  wesentliche Ursache für erkennbare Verbesserungen in denLebensverhältnissen von HIV/AIDS-Infizierten. Seit Beginn des Aufbaus des Netzwerks der Hilfe für die Region Odessa (November 2008) fanden 29 000 Anrufer der Beratungs- und Koordinierungsstelle Beratung und ca. 14 000 sofortige Weiterleitung an medizinische oder psychosoziale Dienste. 90 Prozent von 500befragten HIV/AIDS-Infizierten bewerten ihre Behandlung und Beratung in der Region Odessa als angemessen.

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6.3  Der Aufbau des „Anti HIV/AIDS-Clusters in der Region CHERSON“ hat mit der Ausbildung

des medizinischen Personals für alle Polikliniken sowie der ONLINE-Vernetzung aller Polikliniken mit der HIV/AIDS-Bezirksklinik, der „Beratungs- und Koordinierungsstelle“ und  denpsychosozialen Diensten bisher  2265Telefonberatungen ermöglicht, mit  1272direkten Weiterleitungen an medizinische Dienste und 971 an psychosoziale Dienste. Im Rahmen einer Pressekonferenz, am 02.10.2015, stellte die Leiterin des Gebietsaidszentrums, Frau Dr. Valentins Sitschejava, die Bedeutung dieses Netzwerks für die Verbesserung der Lebensverhältnisse von HIV/AIDS-Infizierten heraus und bedankte sich beim BHO und den Johannitern für deren „große Unterstützung“.

 

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Kfz-Übergabe für den mobilen medizinischen Dienst für HIV/AIDS-Infiziert

 

7. «Netzwerk der Hilfe für HIV/AIDS-Infizierte“ in der Region Nikolaev»

Das Bayerische Haus Odessa (BHO) hilft, mit finanzieller Unterstützung der  Brot für die Welt, jetzt auch in Nikolaev.

Seit 2005 hat das BHO in der Region Odessa mit einer Vielzahl von Einzelprojekten ein „Netzwerk der Hilfe für HIV/AIDS-Infizierte“ aufgebaut. Einzelprojekte wurden im Rahmen von nationalen Tagungen zu Pilotprojekten erklärt. Jetzt wurde das BHO vom „HIV/AIDS Gebietszentrum Nikolaev“ gebeten, analog zu den durchgeführten Maßnahmen in Odessa, die Region Nikolaev im Kampf gegen HIV/AIDS zu unterstützen.

7.1 Mit einer „HIV/AIDS – Beratungshotline und Koordinierungsstelle“ bei der HIV/AIDS-Bezirksklinik wird jeder der Hilfe oder Beratung benötigt von dem dazu im Projekt ausgebildeten Personal an Werktagen von 09.00 Uhr bis 21.00 Uhr telefonisch beraten. Bei Bedarf wird der Anrufer an die vernetzten medizinischen, psychosozialen und juristischen Dienste weitergeleitet. Die Anrufe sind kostenlos sowohl von Festnetznummern als auch von Mobiltelefonen.

7.2 Für kompetente Erstbetreuung werden alle Infektionsärzte der Kliniken der Region und Stadt (600) und 600 Krankenschwestern von trainierten Ärzten und Psychologen des BHO zu den Themen „Basiswissen HIV/AIDS, rechtliche Regelungen, Selbstschutz, Zusammenarbeit im Netzwerk der Hilfe“ weitergebildet und für die Arbeit im Netzwerk vorbereitet.

Um Patienten aus der Provinz den Experten der HIV/AIDS-Bezirksklinik in Nikolaev ohne Fahraufwand (der oftmals nicht mehr erbracht werden kann) vorstellen zu können, können mit dem vom Projekt finanzierten

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7.3 ONLINE HIV/AIDS-Diagnose und Therapienetzwerk (Laptop, Webkameras und Skype) die Patienten aus allen Kliniken den Experten in der HIV/AIDS-Bezirksklinik vorgestellt werden, so dass von dort weitere Therapiemaßnahmen in Absprache mit den Kliniken veranlasst werden können. Damit kann auch die zeitintensive Vorbereitung (38 Tage) der antiretroviralen Therapie (ART) an die Polikliniken delegiert und die sehr limitierte Bettenzahl in der HIV/AIDS-Bezirksklinik für die eigentliche antiretrovirale Therapie (10 Tage) besser genutzt werden. Eine Verdreifachung der Patienten, die ART bekommen können, kann erwartet werden.

 

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7.4 Weiterhin wird für immobile HIV/AIDS-Patienten der Stadt Cherson ein “mobiler medizinischer Dienst“ aufgebaut und in Betrieb genommen. Immobile Patienten oder Patienten in Besserungsanstalten, erhalten je nach Bedarf Hausbesuche von Ärzten, Krankenschwestern, Psychologen und Sozialarbeitern.

Durch die Vernetzung der vorhandenen und noch entstehenden NGO’s sowie staatlicher Sozialeinrichtungen mit der Beratungshotline können die Hilfesuchenden eine situationsbezogen patientengerechte Hilfe erfahren. Außerdem wird verhindert, dass der Patient in ein sogenanntes Behandlungsloch fällt.

 

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8.   Mittelfristige Planung

8.1       Weitere Konsolidierung der  “Netzwerke der Hilfe” in den Regionen Odessa und  Cherson und Fortsetzung der Unterstützung der “Diakoniestation St Paul”

 

Karl Walter,

Vorstand  des BHO und

Projektbeauftragter für HIV/AIDS

 

[1] Handbuch für Hiv/Aids Prophilaxe und Bekämpfung des ukrainischen Gesundheitsministeriums vom 01.04.2015, Seite 9

[2] National Report on Monitoring progress towards the UNGASS Declaration of commitment on HIV/AIDS, Seite 9

[3]Ebda 1) Seite 3

[4] Nationaler HIV/AIDS-Bericht des Gesundheitsministeriums 2014